Die Caipirinha

Einer meiner Lieblingsdrinks vor über 20 Jahren war die Caipirinha. Bereits damals habe ich Nega Fulo dem Pitu vorgezogen (es wird behauptet, dass Pitu gar kein Cachaca sei – zumindest findet sich auf der Homepage von Pitu nirgendswo das Wort Cachaca für den Pitu!). Leider schwand meine Leidenschaft für die Caipirinha, mit dem Laufe der Zeit habe ich mich sogar verweigert Caipirinha anzubieten. Doch auch die Caipirinha hat seine Geschichte. Der Ursprung liegt im Jahr 1918, als die spanische Grippe in Brasilien zugegen war. Eine Mischung aus Limettensaft, Honig, Cachaca und Knoblauch wurde als heiße Medizin serviert.

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Inzwischen wird auch wieder verstärkt das richtige Rezept für die Caipirinha (Batida de Limao) serviert:

1 Limette, 3 BL weißer Rohrzucker, 6 cl Cachaca

An der Limette die beide Enden abschneiden, der Länge nach halbieren und den weißen Strunk herausschneiden und die Hälften in kleine Stücke schneiden. Zusammen mit dem Rohrzucker im Shaker muddeln, Cachaca dazugeben und mit Eiswürfeln auffüllen und kräftig schütteln. Kompletten Inhalt des Shakers in das Glas geben.

(Wer will kann auch das Original-Rezept probieren: statt Zucker Honig und die Knoblauchzehe auf einen Spieß mit in das Glas geben, nach 30 Sekunden den Knoblauch wieder herausnehmen – wer will kann in dann auch essen?!)

Ach ja beim Zucker ist man variabel … Hemingway hatte ja seine Daiquiris ohne Zucker bevorzugt, so konnte er mehr trinken und der Kopf freut sich auch am nächsten Tag, wenn man beim Zucker sparsam war.

Einen Cachaca Artesenal (also nach traditioneller Herstellungsmethode), sowie den weißen Rohrzucker gibt es bei einen Online-Händler aus Friedberg: https://delicana.com/

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